Comer See, Ade!

Nach einem relativ holprigen Start (siehe Insomnia) erholte sich der Comer See nur schwerlich vom beschädigten Image .

Landschaftlich unbestritten wunderschön , enge kleine Gassen , imposante Alte Villen und die Uferpromenaden tipptopp. Selbst die Campingplätze waren ok . Der letzte sogar fast familiär . Wir haben viel Hilfe von den italienischen Betreibern , Schwaben und Hessen erfahren als Mo schlapp machte . Kurz vorm Ziel ( Campingplatz) ist die Temperatur vom Motor im roten Bereich , es stinkt . Keilriemen kaputt . Klar , kann man selber wechseln , muss man aber nicht . Zumal Herr Müller schon nach der ersten Begutachtung Öl im Auge hat . Und der Ersatzkeilriemen hat wohl auch schon ca30 Jahre auf seinen Einsatz gewartet. Aber wir sind ja im ADAC, gelbe Engel gibt’s überall ,alles gut .

Und das schöne : der halbe Campingplatz hat Anteil genommen als Mo so kränklich abgeschleppt wurde . Trotz alledem, der Comer See wurde nicht unser bester Freund . Daran könnten auch das leckere Abendessen an der Promenade, noch das sehr gute Gespräche mit einer Horber Familie , noch die netten Betreiber oder die Nähe zu Georg Clooney etwas ändern .

Ob es vielleicht an der letzen Lasagne lag , die uns noch in der Mikrowellenverpackung serviert wurde , lag ?!?!

Wir kommen wieder , aber vermutlich nicht soooo schnell ..!

Mo is back! Alle sind glücklich 🤗

Die Geschichte vom Geschäftsmann und vom glücklichen Fischer

Aus „das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky

Ein Geschäftsmann fuhr in den Urlaub um dem Alltag zu entfliehen und um seine Batterien wieder aufzuladen. Er flog in eine abgelegene Gegend und verbrachte einige Tage in einem kleinen Dorf am Meer. Ein paar Tage beobachtete er die Dorfgemeinschaft uns stellte fest, dass ein bestimmter Fischer am glücklichsten und zufriedensten von allen wirkte. Der Geschäftsmann wollte gerne wissen, woran das lag, und so fragte er den Fischer schließlich, was er jeden Tag tat.

Der Mann antwortet ihm, dass er jeden Morgen nach dem Aufwachen mit seiner Frau und seinen Kindern frühstücke. Dann gingen seine Kinder zur Schule, er fuhr zum Fischen raus, und seine Frau malte. Ein paar Stunden später kam er mit genügend Fisch für die Familienmahlzeiten nach Hause und machte ein Nickerchen. Nach dem Abendessen gingen er und seine Frau am Strand spazieren und beobachteten den Sonnenuntergang, während die Kinder im Meer schwammen. Der Geschäftsmann war fassungslos. Machen sie das jeden Tag? Fragte er. Meistens schon antwortet der Fischer. Manchmal machen wir auch andere Dinge, aber für gewöhnlich sieht mein Leben so aus. Und können Sie jeden Tag genügend Fische fangen? Fragte der Geschäftsmann. Ja, antwortet der Fischer, es gibt viele Fische. Könnten Sie mehr Fische fangen, als sie für Ihre Familie mit nach Hause nehmen? Erkundigte sich der Geschäftsmann weiter. Der Fischer antwortete lächelnd. Oh ja, häufig fange ich viel mehr und lasse sie einfach wieder frei. Sie müssen wissen, ich liebe es zu fischen. Aber warum Fischen sie nicht den ganzen Tag und fangen do viele Fische, wie sie können? Hakte der Geschäftsmann nach. Dann könnten sie den Fisch verkaufen und viel Geld verdienen. Schon bald könnten Sie ein zweites Boot kaufen und dann ein drittes Boot, andere Fischer beschäftigen, die ebenfalls viele Fische fangen. In ein paar Jahren könnten Sie sich ein Büro in einer großen Stadt einrichten, und ich wette, dass Sie innerhalb von 10 Jahren ein internationales Fischhandelsunternehmen aufbauen können. Der Fischer sah den Geschäftsmann freundlich an. Und warum soll ich all das tun? Nun, wegen des Geldes, antwortet der Geschäftsmann. Sie würden es tun, um eine Menge Geld zu verdienen, und sich dann zur Ruhe setzen. Und was würde ich dann in meinem Ruhestand tun? Fragte der Fischer. Naja, was immer Sie möchten, nehme ich an. Sagte der Geschäftsmann. Etwa mit meiner Familie frühstücken? Ja, zum Beispiel, sagte der Geschäftsmann ein bisschen verärgert darüber, dass der Fischer sich nicht stärker für seine Idee begeisterte. Und da ich so gerne zum Fischen gehe, könnte ich, wenn ich wollte, jeden Tag ein bisschen fischen? Fuhr der Fischer fort. Ich wüsste nicht, was dagegen spräche, sagte der Geschäftsmann. Wahrscheinlich würde es dann nicht mehr so viele Fische geben, aber vermutlich wären noch genügend da. Vielleicht könnte ich dann auch meine Abende mit meiner Frau verbringen. Wir könnten am Strand spazieren gehen und den Sonnenuntergang beobachten, während unsere Kinder im Meer Schwämmen? Fragte der Fischer. Sicher, alles, was Sie wollen, wobei ihre Kinder dann wahrscheinlich schon erwachsen sein dürften, sagte der Geschäftsmann.

Der Fischer lächelte ihn an, gab ihm die Hand und wünschte ihm gute Erholung……

Begegnungen

Am nächsten Platz steht ein Pkw neben unserem Bus. Ein älteres Pärchen sitzt davor. Sie sind aus England und bereisen die italienischen Seen. Er hatte vor 20 Jahren einen Motorradunfall. Ihm fehlt der rechte Arm und das rechte Bein. Am Bein trägt er eine Prothese, der Arm ist nur ein Stumpf. Trotzdem hat er Schmerzen . Phantomschmerzen. Jeden Tag. Und jeden Tag entscheidet er sich neu für das Leben und jammert nicht.

Er fährt das Auto. Von England nach Italien, durch die Schweiz, Deutschland. Er steigt mit seiner Prothese die Stufen zum Leuchtturm hinauf , wo seine Frau schlapp macht. Es ist ein bewundernswerter Mensch, der einen unglaublichen Willen hat.

Die beiden übernachten in ihrem PKW auf einer Luftmatratze. Einziger Luxus ist ein kleiner Ventilator und ihr Gaskocher . Beide sind ca. 60 Jahre alt .

Da wird einem wieder das wesentliche bewusst und man sieht, auf was es eigentlich ankommt( und nicht, wie groß die Steine am Strand sind…) Es war ein tiefsinniges Gespräch mit viel Gänsehaut und feuchten Augen.

„Alles geht, nur eben anders.“

Insomnia – Auf der Suche nach Schlaf….

Eigentlich wollten wir ja mal einen Bericht als Heimscheisser über menschliche Bedürfnisse schreiben, aber dazu vielleicht später. Aus aktuellem Anlass wird der Schlafbericht vorgezogen.

Schlafentzug ist nicht umsonst eine gern angewandte Foltermethode. Inzwischen können wir ein Lied davon singen . Die Hitze im Mo, aber auch diverse andere Artgenossen haben uns an unsere Grenzen gebracht . Schreiende Kinder , bellende Hunde, feiernde Nachbarn und gefühlte ständige 40Grad . Aaaaahhhh!!!

Das letzte Mal richtig geschlafen haben wir in Savona. Dann haben wir in Elba dreimal den Platz gewechselt, nicht erfolgreich. Sind zurück aufs Festland nach Moneglia gefahren, wunderschön, aber zum schlafen nicht erfolgreich. Das stresst total. Uns beide. Der einzige der vergnügt vor sich hin schnattert und jede noch so kleine und enge Straße nimmt, ist Mo.

Mimi und Herr Müller sind GEEERREIZZZT. Unter Mos kleinem Dach fliegen die Fetzen. Wir ziehen die Notbremse und mieten uns nach sechs Stunden Fahrt ein kleines Zimmer um runter zu kommen und eine Mütze Schlaf zu bekommen.

Ein kleines Hotel in Laglio am Comer See, 400 Treppenstufen von George Clooney entfernt (kein Witz!!). Erstmal gefühlt eine Stunde geduscht, dann gut gegessen. Das kleine nun auch nicht mehr soooo kühle ruhige Zimmer entpuppt sich als das Zimmer neben den italienischen Flodders. Die Ruhe ist vorbei. Mimi schläft, Herr Müller träumt vom schlafen. Liegen doch die Ohropacks und die Schlafmaske (JA, Ihr lest richtig, soweit ist es schon) unten im Mo.

Achja, und noch was für den Glamour-Faktor: in dem Hotel sind wir übrigens nur gelandet , weil die Straße vor uns abgesperrt wurde wegen eines filmdrehs mit Jennifer Aniston… ohmygod?!?!

Festland

Moneglia, ein schönes Städtchen am Meer zwischen Portofino und Cinque Terre. Oder zwischen Pisa und Genua. Eine Weltreise von der Autobahn bis hier durch das italienische Gebirge. Es hat ewig gedauert, bis wir am Meer angekommen sind, und dann standen wir vor einem Tunnel mit einer roten Ampel. Diese wurde nur alle 10 Minuten grün. Der Tunnel ist nur One-Way befahrbar. Echt der Hammer… Wir fahren durch das Städtchen zum nächsten Tunnel und mittendrin eine Ausfahrt zu unserem Platz. Wenn der Pkw vor uns nicht auch dort abgebogen wäre, wären wir bestimmt durchgestartet, da Herr Müller gesagt hätte : da komm ich nie rein. Danke an Dynamo. Den letzten Platz ergattert, direkt am Meer. Wieder mal richtig Glück gehabt….

Arrivederci Elba

…. vom Strand zurück zu Mo. was ist das? Da steht ein Alter 410er Benz und nimmt uns die Sicht auf das Meer… Mimis erste Aktion ist den Mittelfinger in die Richtung zu zeigen. Ohne lange zu überlegen sagen wir, dass wir morgen weiterfahren.

Es sind Eva und Christian aus Erlangen. Sie waren auch schon eine Woche in Lacona und wollten dem Trubel entfliehen. Mit dem Bus war Eva schon als Kind mit ihren Eltern hier. Er heißt „Bus“.

Also alle Aufregung verflogen und den Nachmittag und den Abend zusammen verbracht.

Wir bleiben doch noch einen Tag. Aber dann gehts weiter, zurück aufs Festland…..

Elba- wieder versöhnt…

Teil 3 :

Im Norden angekommen. Nur über einen kleinen Berg ( mit 20 km/h). Ein Traum. Enfola, hier hört die Straße auf. Ein terrassenförmiger Platz auf dem Mo Mühe hat, nach oben zu kommen. Ein kleiner Strand in einer Bucht, steinig, aber klares, teils türkises Wasser. Nur über die Straße der zweite Strand am Norden der Insel. Das Meer ist klar und ein Traum. Wir fühlen uns auf Anhieb irgendwie wohl. Kaufen uns zu einem super Schnäppchen Preis (…) eine Taucherbrille mit Schnorchel um die Unterwasserwelt zu bestaunen. Klar, wir wollten ans Meer. Irgendwie selbstverständlich, dass man die Taucherbrille, den Schnorchel, die Flossen und die Badeschuhe (mit denen man nicht wie der erste Mensch ins und aus dem Wasser geht) zuhause lässt. Die Pizza ist gut, direkt am Meer, der Bademeister-Luigi Mimis bester Freund. Also am nächsten Tag wieder an den Strand, am schnorcheln erfreut und das Meer genossen….

Versöhnung???

Nachtrag zu Elba Teil 2.

Mal aus neutraler Sicht und mit etwas Abstand betrachtet ist Elba kein hässlicher Fleck. Es ist landschaftlich echt schön. Es hat eben keine karibischen Strände, aber man kann ohne Schuhe ins Meer gehen. Das Essen ist top und der Mond war gestern der Hammer. Also wir geben der Insel mal noch ne Chance…

Elba, ja, nein, vielleicht, oder doch nicht???

Bisher hat sich die Insel noch nicht von ihrer besten Seite gezeigt . Aber der Reihe nach .

Spontaner Entschluss bis zum Hafen Pombione durch die Toskana zu brettern . Mo war in Höchstform!Ein paar Schweizer hatten uns erzählt : fahrt nach Elba , weißer Sand , türkisfarbenes Meer und nur eine Stunde Fähre . Klingt so weit verlockend !

Ticket fix gekauft , am Hafen angekommen , sofort in die Fähre rein, alles top !

Campingplatz raus gesucht , über die halbe Insel gedüst , angekommen.

Irgendwas stört uns. Ist der Platz zu dunkel , zu leer, der Strand zu voll, das Meer zu steinig ? Kein Lüftchen geht , gefühlte 100 Grad im Mo. Kein schlaf , keine gute Laune. Weg hier .

Neuer Tag , neuer Campingplatz, Elba auf Anfang?!?

Elba Teil 2:

Vom Osten der Insel quer durch in den Westen. Natürlich über den höchsten Berg ( mit 20-30 km/h. ). Ein Platz, 2 freie Stellplätze. Sandstrand, aber : RIMINI !!!! Ist schon cool, wie Mimi dem Luigi sagt, das gefällt uns nicht. Hauptsaison, Wochenende, nichts gebucht, wahrscheinlich sind wir die einzigen mit einem one-way Fähre Ticket.

Also wieder zurück über den Berg, es war ja so schön, in die nächste Bucht. 3 Plätze, wir nehmen den mittleren. Mo kurz abgestellt, die Plätze angeschaut und uns für ein Platz nah am Meer entschieden. In der kurzen Zeit fährt uns irgendein W I X E R den Spiegel auf der Beifahrerseite kaputt. Es ist nicht unsere Insel. Der Frust wächst… abgestellt, angespannt, ne Maschine Wäsche gemacht und ab ins Meer… aber was ist das? Der Sandstrand geht bis ans Wasser, dann nur Steine. Baden nach links oder rechts zu den anderen?!?!?!? Na gut, zwischendurch die Wäsche in den Trockner. Ins Meer gehüpft, gelernt, dass auf der Südseite bei Südwind alles angeschwemmt wird… wieder nach der Wäsche gesehen, noch nass!!??!! Gesagt bekommen, man hätte doch den linken, statt den rechten nehmen sollen!!! Die 5€ zurück bekommen, aber der linke Trockner natürlich besetzt. Also es läuft richtig gut, tolle Insel. Und wie vorhin vermutet, sind wir echt die einzigen mit einem one-way-Ticket. Die sind alle schon zum 15. mal hier und es ist soooooo schön, wir glauben, die waren noch nirgends, wo es schön ist….

Jetzt ist es halb 8, geduscht, die Wäsche ist noch trocken geworden und wir gehen jetzt was essen. Hoffentlich entschädigt das etwas. Und dann nachher noch nach den Mond schauen,falls wenigstens die Mondfinsternis auf unserer Seite ist..

ALLES wird gut, ohmmm…

Teil 3 wird folgen….

Direkt am Meer

Savona

Der nächste Stopp nach Ventimiglia. Savona, eine größere Stadt mit Industriehafen und vielen Hochhäusern. Und mittendrin ein kleiner Platz. Wir haben den Stellplatz direkt am Meer bekommen. Um an die Stelle zu fahren, mussten alle Platz machen und ihre Schirme schließen. Viel Platz am Strand und wenig Leute. Über dem Bach ist Rimini angesagt. Geschätzte 1000 Sonnenschirme auf 10 Quadratmeter. Die Pizza und das Dosenbier vor Mo direkt am Meer ist ein Traum. Es hat noch nie besser geschmeckt. Direkt nebenan eine kleine Kathedrale, deren Glocken eine Melodie spielen. Richtig schön. Und endlich auch mal „normale“ Menschen mit nem Bulli neben uns. Der Campingplatz-Opa würde Mimi gerne adoptieren… in Sichtweite fährt die Autofähre nach Korsika ab. Es reizt uns ja schon etwas über das Wasser zu schippern. Und Mo freut es bestimmt auch. Mal sehen….