Dank u wel! *

Herr Müller ist unglaublich . Hat an drei Tagen seine Infusionen bekommen. Schläft eine Nacht drüber und verkündet: wir fahren heute nach Holland.

Mimi freut sich riesig , ist aber auch besorgt. Zur Not muss eben sie fahren . Trip ist ja mit dem „normalen“ Auto geplant .

Wir schaffen die Fahrt total easy , Hotel gefunden und eingecheckt . All good.

Die nächsten Tage verbringen wir mit ausschlafen (ja, auch Herr Müller schläft mal richtig ), fettigem Essen , wunderschönen kleinen Städten und gigantischem Meer, Wind und endlosen Stränden. Und freundlichen Menschen ! Überall !

Es ist unglaublich , aber wir kommen hier richtig zur Ruhe . Der Wind bläst unsere Hirne frei, wir tanken neue Kraft und freuen uns riesig auf alles was kommt !

Braucht man manchmal wirklich erst wieder einen Dämpfer um zur Besinnung zu kommen , wieder inne zu halten , das Leben zu schätzen und auf seinen Körper zu hören ?

Keine Ahnung . Aber eins wissen wir : Holland, wir kommen wieder !

Ach und die Auflösung der Überschrift: * DANKE!

A Little Break….i

….eigentlich wollten wir ja nochmal eine Woche nach Holland ans Meer. Zwar nicht mit MO, aber mit dem Schwarzen in ein Hotel. Nochmal eine Woche am Meer entspannen. Die MS von Herr Müller meldet sich mal wieder zum Vorschein. Die linke Hand und der rechte Fuß fängt an zu kribbeln. Der rechte Arm und die Hand wird schlimmer und tut immer mehr weh. Ist da vielleicht auch zu viel Kopfkino, oder sind da zu viele Baustellen offen? Naja, es wird vielleicht auch wieder besser, das wurde es ja meistens. Außerdem wollen wir doch nächste Woche in den Urlaub. Aber es wird nicht besser. Es hilft nichts, zum Doc, Blut abnehmen, Nervenströme messen. Ein Tag später auf den Anruf warten, ob eine ambulante Infusions-Therapie möglich ist, oder ob ein Krankenhausaufenthalt nötig ist. Um 18.30 kam dann auch der Anruf, dass man am nächsten Tag die ambulante Therapie starten könnte. Der Freitag vorm Wochenende. Herr Müller ist unsicher. Am Freitag früh ruft er beim Doc an und um 11.00 ist die erste von 3 Infusionen am tröpfeln. Ein Schub, der mit intravenösem Kortison behandelt wird, lässt uns das Wochenende erstmal zuhause bleiben. Nr. 2+3 folgt Samstag und Sonntag. Herr Müller ist froh, den Schritt gemacht zu haben. Es ist viel wichtiger, als die Woche Urlaub. Das zeigt uns wieder, dass wir mehr auf unseren Körper hören müssen. Mal sehen, wenn es gut läuft, fahren wir vielleicht die Woche nochmal zu unseren holländischen Freunden, die uns im Sommer ja schon viel Freude bereitet haben. Oder wir bleiben hier und erholen uns im schönen Ried.

Fernweh ?!?

Mo ist mittlerweile wieder gesunded und wir haben jede Menge Schlaf bekommen . Der Herbst zeigt sich so langsam und Mimi will ans Meer.

Was tun?

Wenn wir Mo ansehen bekommen wir Lust einzusteigen und los zu düsen. Gen Nord- oder Ostsee , egal .

Aber : wir sind echt happy gerade , endlich wieder ausgeruht und entspannt . Herr Müller will keine weiteren Nervenzusammenbrüche riskieren.

Also werden wir die nächste Reise ohne Mo antreten , komfortabel im Auto nach Holland brausen , uns den Wind um die Nase wehen lassen und Frühstück gemacht bekommen .

Tut uns auch mal gut .

Und vielleicht stellen wir uns Mo in den Garten und schlafen nach Lust und Laune mal drin ! Oder … wer weiß ?!?

Wer weiß wo das ist 🤗

Und die Moral von der Geschichte…

Ganz so wie auf dem Schild beschrieben war es jetzt nicht . Camping bedeutet nicht nur relaxen , sich an der Natur erfreuen und abends in sein gemütliches Häuschen kriechen .

Campen bedeutet auch VIELE fremde Menschen zu ertragen mit unterschiedlichen Gewohnheiten . Die lauschige Natur entpuppt sich oft als laute Massenveranstaltung und das ruhige lauschige Häuschen ist manchmal eine überhitzte kleine Höhle.

Und trotzdem : es war schön !! Es hat uns noch viel enger zusammengeschweißt , wir kamen an unsere Grenzen, standen x-mal kurz davor abzubrechen und Mo einfach stehen zu lassen und in unterschiedliche Himmelsrichtungen davon zu laufen. Haben wir aber nicht gemacht .

Weil wir wussten , es ist alles irgendwann und irgendwie wieder gut , wir schaffen das , morgen ist ein neuer Tag .

Und deshalb sagen wir jetzt mit dem Brustton der vollen Überzeugung :

Alles war richtig

Alles war gut

Alles hat uns bereichert

Und wir bereuen keine Sekunde

Auf die nächsten 4000 Kilometer!

Aber in unserem Tempo 😊

Heimweg…..

Erstmal die letzte Etappe. Vom Bodensee nach Crumstadt. Wenn Mo durchhält. Wasser nachgefüllt, er hält und er kühlt. Herr Müller ist begeistert und erleichtert. Eine kurze Rast kurz vor Heilbronn. Ein Burger-King Menü für uns und 5 Liter Wasser für Mo. Geschafft, um die 5 Stunden, aber zuhause. Irgendwie sind wir doch froh…

Erstmal ganz in Ruhe duschen, ausruhen und AUSSCHLAFEN… Und Mo kommt erstmal in die Box und wird wieder flott gemacht. Das hat er sich nach fast 4000 km ohne größere Mucken aber auch echt verdient. Wir sind richtig stolz auf ihn.

Good old Germany

….. wieder am Bodensee…

Auf dem Rückweg aus der Schweiz wollen wir noch einen Zwischenstopp am Bodensee machen. Diesmal auf einem Stellplatz auf der Reichenau. Kein Campingplatz. Der Stellplatz ist mitten auf der Insel, nichts weit und breit. Herr Müller gefällt es nicht. In Meersburg gibts einen Stellplatz auf einem Bauernhof, mit deftigem Essen. Klingt super, nach 6 Wochen ohne Fleisch. Ist aber ein Parkplatz und der Bauernhof öffnet erst um 17.00 h. Also weiter, Campingplatz in der Nähe vom Schloss Maurach, total schön. Hat noch Mittagspause und es warten ca. 10 Einheiten vor uns. Es ist ja auch Seenachtsfest und Ausnahmezustand am ganzen Bodensee. Der nächste Campingplatz hat noch einen Stellplatz frei. Nicht schön und nichts in der Nähe. Keine Gaststätte, gar nichts. Eine unfreundliche Person an der Rezeption: take it, Or leave it. Wir fahren. Da ist doch noch das Hotel in Meersburg, indem wir letztes Jahr immer ganz zufällig noch ein Zimmer bekommen haben. Ein Anruf, zufällig noch ein Zimmer frei. Wir nehmen es, kurze Fahrt dorthin, auf den Parkplatz, und schon werden wir vom überaus freundlichen Chef von Hof geboten. Komisch, letztes Jahr, als wir mit dem Porsche dort waren, war es kein Problem. Also wieder weiter. Die Stimmung ist am Nullpunkt. Mo’s Temperatur am Siedepunkt. Wir sammeln uns kurz auf einem Parkplatz und beschließen, es noch einmal auf einem Platz in Ludwigshafen (Bodensee) zu versuchen, und wenn das nichts ist, weg vom See in ein Hotel zu fahren. Am Platz angekommen, die Hölle los. Wir fragen nach einem Platz und bekommen einen. Alles egal. Wir nehmen ihn. Laufen in den Ort, Vespern in einem Biergarten, Wurstsalat und Wurstplatte, richtiges Bier. Ein Traum. Noch ein Eis, zurücklaufen, duschen und, welch Wunder ist um 22.30 h Nachtruhe, die sogar eingehalten wird. SCHLAFEN!!!!!

Hop Schwyz!

Der nächste Stopp ist in der Schweiz. Ein kleiner Platz direkt am Vierwaldstättersee. Auf der Hinfahrt war es dort schon wunderschön. Da mussten wir einfach bleiben. Stellplatz kann man sich auf einer Wiese aussuchen . Wir stehen 20m vom See , tipptopp.

Trotz aufkommendem Wind müssen wir wenigstens einmal in das türkisfarbene Wasser. Mimi findet es erfrischend , Herr Müller findet es saukalt . Danach heiß duschen und ab in den Mo. aber erst nachdem alles sturmfest gemacht ist .

Zum Glück haben wir was zu essen an Bord . Wir machen es uns mit Tomaten Mozzarella Schinken und Brötchen gemütlich während draußen die Welt untergeht . Klingt gut , war es auch 🙂

Luganer See, oder ist das eine holländische Kolonie?

Vom Comer See zum Luganer See. Da waren wir auch noch nicht. Ist nicht weit, nur über einen Berg. Aber mo hat ja einen neuen Keilriemen und schnurrt im 2. Gang die Serpentinen nach oben. Ein Riesen Platz in Porzella, aber Plätze am See. Wir kommen an und es ist noch einer frei. Wieder mal Riesen Glück. Auf dem Platz neben uns kam Jochen kurz vor uns an, mit einem unwesentlich größeren Mobil. Wir haben ihn gefragt, ob wir nicht in seine Garage fahren können, um schneller über die Steigungen zu kommen. Es ist schön hier, aber irgendwie haben 98% ein gelbes Nummernschild. Das Land muss leer sein. Was das Zillertal im Winter ist, ist das hier im Sommer. Jetzt ist auch klar, warum ganz Holland aus Hühnerfarmen besteht. Die mögen alle das Leben in Legebatterien. Zwei Nächte, zwei Gewitter mit allem drum und dran. Dass der Mo nicht weggeflogen ist, ist alles. Eine schöne Fahrt am See entlang zum nächsten stop….

Comer See, Ade!

Nach einem relativ holprigen Start (siehe Insomnia) erholte sich der Comer See nur schwerlich vom beschädigten Image .

Landschaftlich unbestritten wunderschön , enge kleine Gassen , imposante Alte Villen und die Uferpromenaden tipptopp. Selbst die Campingplätze waren ok . Der letzte sogar fast familiär . Wir haben viel Hilfe von den italienischen Betreibern , Schwaben und Hessen erfahren als Mo schlapp machte . Kurz vorm Ziel ( Campingplatz) ist die Temperatur vom Motor im roten Bereich , es stinkt . Keilriemen kaputt . Klar , kann man selber wechseln , muss man aber nicht . Zumal Herr Müller schon nach der ersten Begutachtung Öl im Auge hat . Und der Ersatzkeilriemen hat wohl auch schon ca30 Jahre auf seinen Einsatz gewartet. Aber wir sind ja im ADAC, gelbe Engel gibt’s überall ,alles gut .

Und das schöne : der halbe Campingplatz hat Anteil genommen als Mo so kränklich abgeschleppt wurde . Trotz alledem, der Comer See wurde nicht unser bester Freund . Daran könnten auch das leckere Abendessen an der Promenade, noch das sehr gute Gespräche mit einer Horber Familie , noch die netten Betreiber oder die Nähe zu Georg Clooney etwas ändern .

Ob es vielleicht an der letzen Lasagne lag , die uns noch in der Mikrowellenverpackung serviert wurde , lag ?!?!

Wir kommen wieder , aber vermutlich nicht soooo schnell ..!

Mo is back! Alle sind glücklich 🤗

Die Geschichte vom Geschäftsmann und vom glücklichen Fischer

Aus „das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky

Ein Geschäftsmann fuhr in den Urlaub um dem Alltag zu entfliehen und um seine Batterien wieder aufzuladen. Er flog in eine abgelegene Gegend und verbrachte einige Tage in einem kleinen Dorf am Meer. Ein paar Tage beobachtete er die Dorfgemeinschaft uns stellte fest, dass ein bestimmter Fischer am glücklichsten und zufriedensten von allen wirkte. Der Geschäftsmann wollte gerne wissen, woran das lag, und so fragte er den Fischer schließlich, was er jeden Tag tat.

Der Mann antwortet ihm, dass er jeden Morgen nach dem Aufwachen mit seiner Frau und seinen Kindern frühstücke. Dann gingen seine Kinder zur Schule, er fuhr zum Fischen raus, und seine Frau malte. Ein paar Stunden später kam er mit genügend Fisch für die Familienmahlzeiten nach Hause und machte ein Nickerchen. Nach dem Abendessen gingen er und seine Frau am Strand spazieren und beobachteten den Sonnenuntergang, während die Kinder im Meer schwammen. Der Geschäftsmann war fassungslos. Machen sie das jeden Tag? Fragte er. Meistens schon antwortet der Fischer. Manchmal machen wir auch andere Dinge, aber für gewöhnlich sieht mein Leben so aus. Und können Sie jeden Tag genügend Fische fangen? Fragte der Geschäftsmann. Ja, antwortet der Fischer, es gibt viele Fische. Könnten Sie mehr Fische fangen, als sie für Ihre Familie mit nach Hause nehmen? Erkundigte sich der Geschäftsmann weiter. Der Fischer antwortete lächelnd. Oh ja, häufig fange ich viel mehr und lasse sie einfach wieder frei. Sie müssen wissen, ich liebe es zu fischen. Aber warum Fischen sie nicht den ganzen Tag und fangen do viele Fische, wie sie können? Hakte der Geschäftsmann nach. Dann könnten sie den Fisch verkaufen und viel Geld verdienen. Schon bald könnten Sie ein zweites Boot kaufen und dann ein drittes Boot, andere Fischer beschäftigen, die ebenfalls viele Fische fangen. In ein paar Jahren könnten Sie sich ein Büro in einer großen Stadt einrichten, und ich wette, dass Sie innerhalb von 10 Jahren ein internationales Fischhandelsunternehmen aufbauen können. Der Fischer sah den Geschäftsmann freundlich an. Und warum soll ich all das tun? Nun, wegen des Geldes, antwortet der Geschäftsmann. Sie würden es tun, um eine Menge Geld zu verdienen, und sich dann zur Ruhe setzen. Und was würde ich dann in meinem Ruhestand tun? Fragte der Fischer. Naja, was immer Sie möchten, nehme ich an. Sagte der Geschäftsmann. Etwa mit meiner Familie frühstücken? Ja, zum Beispiel, sagte der Geschäftsmann ein bisschen verärgert darüber, dass der Fischer sich nicht stärker für seine Idee begeisterte. Und da ich so gerne zum Fischen gehe, könnte ich, wenn ich wollte, jeden Tag ein bisschen fischen? Fuhr der Fischer fort. Ich wüsste nicht, was dagegen spräche, sagte der Geschäftsmann. Wahrscheinlich würde es dann nicht mehr so viele Fische geben, aber vermutlich wären noch genügend da. Vielleicht könnte ich dann auch meine Abende mit meiner Frau verbringen. Wir könnten am Strand spazieren gehen und den Sonnenuntergang beobachten, während unsere Kinder im Meer Schwämmen? Fragte der Fischer. Sicher, alles, was Sie wollen, wobei ihre Kinder dann wahrscheinlich schon erwachsen sein dürften, sagte der Geschäftsmann.

Der Fischer lächelte ihn an, gab ihm die Hand und wünschte ihm gute Erholung……