Nie wird’s wieder so schön wie es war …

Man soll ja NIEMALS NIE wieder was aufwärmen . Außer Gulasch oder Linsen vielleicht .

Aber auf GAR KEINEN FALL ein Urlaubsziel oder gar den gleichen Campingplatz.

Wir machen es doch . Fahren direkt nach Maccagno zum bekannten Platz. An der Rezeption geparkt, noch nicht mal ausgestiegen, meint die freundliche Dame am Empfang : euch kenn ich doch !

Na klar ! Juhu ! Wir strahlen . Alle Daten vom letzen Jahr noch da . Datenschutz wird in Italien ja eh überbewertet.

Platz bekommen , zweite Reihe zum See nur, macht aber nix .

Schon am ersten Tag werden wir so oft auf Mo angesprochen wie das letzte ganze Jahr . Und wieder sind die Schwaben die freundlichsten .

Na gut , der Platz beherbergt auch 80% Schwaben . Klar , die haben noch Ferien . Sogar Mimi kommt das ganz schön viel vor .

Dennoch : alles super relaxed. Eddie entspannt , Eltern entspannt .

Mit dem Schiff zum Markt nach Cannobio. Eddie unterhält die Passagiere . Alles gut .

Nach zwei Nächten geht’s weiter .

Fazit : manches schmeckt aufgewärmt sogar besser .

Zum Beispiel eine echte italienische Lasagne. Hätte man auch vorher wissen können 😜

Das sollten wir öfters machen !

Nach dem Schwabenland geht’s Richtung Schweiz. Zum Vierwaldstätter See.

Wir fahren und irgendwann kommt das Schild Rheinfall. Wollen wir da nicht Rast machen ? Ach nö, vielleicht .,?!?

Mimis Bauch sagt: anhalten! Trotzdem wird gezögert als die Begeisterung der anderen sich in Grenzen hält . Ein weiteres Schild . Und noch eins . Und plötzlich wird es hektisch : doch raus fahren , anhalten . Pause machen .

Bester Bauch , beste Entscheidung.

Es ist wunderschön. Ein kleiner Ausflug mitten in unserer Reise. Und die teuerste Bratwurst aller Zeiten !

Macht nix. Schön wars !

Weiter geht’s völlig entspannt . Ankunft Vierwaldstätter See. Unser Campingplatz hat ne Baustelle und keinen Seezugang. Der Besitzer ist so nett und empfiehlt einen anderen Platz .

Wir bleiben relaxed und schwupp : der neue Platz ist super !

Schwimmen ne Runde , essen eine Kleinigkeit .duschen . Fertig .

Das Leben kann so schön sein. Herr Müller fragt : war das jetzt alles zu einfach ?

Ne,nix ist einfach . Aber manchmal fällt es doch etwas leichter .

Mit einer anderen Einstellung . Einem Lächeln im Gesicht . Keinen hohen Erwartungen.

Und schwupp , hat man sich paar Löffel gespart !

🥄🥄🥄🥄😊

Und es gibt sie doch …!

Ja , wirklich . Es gibt sie . Herzliche Schwaben ! Und wir haben sie . In der Familie ❤️

Sind mit dem Mo gestartet . Erster Stop alte Heimat Mimi.

Top Stellplatz ,herzlichste Betreuung , beste Lasagne als Einstimmung auf Urlaub.

Gespräche mit Spaß, Gespräche mit Tiefgang und Bespassung Eddie . Alles da. Einfach , unkompliziert, herzlich . So muss das sein .

Danke !

… und der Schwabe ist wieder rehabilitiert 😝

Balanceakt

Ein Film im ZDF über MS.

Ein toller Film, toll gespielt. Sehr authentisch. Obwohl die Krankheit bei jedem anders ist und andere Symptome hat. Wir schauen den Film.

Am Anfang sagt die MS-Kranke : es hätte viel schlimmer kommen können . Ein Hirntumor oder so …

Bei diesen Krankheiten gibt es kein Vergleichen . Kein schlimmer .

Jeder Mensch, jede Erkrankung ist anders . Ist ja auch nicht jeder Mittwoch gleich wie der andere . Manchmal kommt die Sonne , manchmal Regen .

Mimi macht sich Sorgen, ob es gut ist, wenn Herr Müller den Film schaut. Ja, es ist gut. Jeder sollte den Film schauen, um etwas mehr über die Krankheit zu erfahren.

Der Film holt uns wieder etwas herunter. Um was geht es, was ist wichtig in unserem Leben. Warum vergeuden wir soviel Kraft und Löffel mit Nichtigkeiten und mit Sachen und Leuten, die uns nicht gut tun.

Ja, wir sind krank. Wir wissen nicht, wie es weiter geht oder wie lange es noch so weitergeht, wie es gerade ist.

Deshalb leben wir in unserem Tempo und genießen jeden Augenblick, den wir zusammen haben. In der Theorie .

In der Praxis rast der Tag manchmal an uns vorbei . Auf die Frage , wie geht’s , antworten wir immer mit gut . Es geht unter, wenn Herrn Müller der ganze Arm schmerzt oder Mimi so konfus ist , dass sie es kaum schafft in den Supermarkt zu gehen .

Achtsamkeit ist mal wieder das Zauberwort. Und das sollte sich jeder auf die Fahne schreiben.

Egal ob krank oder gesund .

Aber heute und in diesem Fall wir zwei ganz besonders!

🙏❤️

Wer hat an der Uhr gedreht..?!?

Ist es wirklich schon so spät??

Gerade mal nach dem Blog geschaut . Letzter Eintrag 01. August. Hallo ?? Wollten wir nicht einen kurzen Boxenstopp machen ? Praktisch rein , raus , Mickymaus.

Wochen sind vergangen . Dies und das musste noch erledigt werden .

Manches war schön , manches war unnütz .

Der Herbst klopft an die Tür , leise , aber beständig .

Wir wollen das nicht . Wir haben die Möglichkeit dem Sommer nach zu reisen . Und das werden wir auch tun . Gen Süden .

Alte Heimat Mimi, und dann Richtung Italien.

Mimi Mo und Herr Müller und na klar Eddie .

Es wird höchste Zeit . Als wir aus Holland kamen , waren wir locker . Das Leben war unser Freund und unsere Batterien geladen .

Heute saßen wir das erste mal im Garten und haben nichts gemacht . NICHTS. Nur genossen .

Und dann haben wir uns angesehen und alles war klar .

In den nächsten Tagen wird Mo wieder gecheckt , beladen und weg .

Und ihr ? Bekommt neue Reiseberichte ,neue Weisheiten und neue Bilder .

Wir freuen uns ! ❤️

… have a break…

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt .

Die Nacht war kurz und das Wetter stürmisch .

Der Morgen : suboptimal.

Mos Insassen sind müde und Hollands Sonnenmacher wohl auch . Es regnet Bindfäden und dazu fällt Mo wegen des Windes fast um.

Die Wettervorhersage sagt , keine Änderung die nächste Woche.

Wir schauen uns an und die Entscheidung ist getroffen .

So schnell haben wir noch nie zusammen gepackt . Und weg waren wir !

Richtung Heimathafen. Dort scheint die Sonne und wir können noch ein paar schöne Tage mit Familie und Freunden verbringen bis wir wieder aufbrechen . Nach einem kurzen Boxenstopp.

Muss auch mal sein ‚

Und jetzt kommen noch ein paar Impressionen für euch ❤️

Ein Baby ist ein Baby ist ein Baby

Unser Baby zahnt. Nicht weiter schlimm ,aber wenn man gewohnt ist , dass der Babymann immer gut drauf ist und schwups auf einmal waren zwei Zähne auf einmal da , der wundert sich schon , wenn es auf einmal Tränen gibt .

Dazu hat klein Eddie eine Erkältung , weil man ja auf jeden Fall ins Meer musste . Und die Eltern ihn gelassen haben . Weil er das Wasser liebt wie wir . Soweit so gut .

Nun ist er weinerlich . Er braucht uns . Mama und Papa . Ist erst zufrieden , wenn auf beide bei ihm sind . Kuschelt sich an uns , rollt sich zusammen . Ist klein wie im Bauch .

Erst waren wir erschrocken : omg Eddie ist krank !!!

Nein , Eddie bekommt Zähne und ist erkältet und ist ein Baby . Fertig .

Und wir ? Sehnen wir uns nicht auch nach Nähe , Geborgenheit , wenns mal nicht so gut läuft ?

Eine sichere Bank, eine Hand , die uns hält . Arme , die uns umschlingen und sagen , dass alles wieder gut wird . Ist jeder Schmerz nicht ein wenig kleiner , wenn man ihn teilt ?

In diesem Sinne : lasst uns auch mal wieder Baby sein . Klein . Verletzlich . Und kein bischen stark .

Und erst dann beweist das echte Stärke .

HUG. Ich habe gesprochen !

Morgen geht’s weiter Richtung Amsterdam. Vielleicht . Wenn wir uns nicht irgendwo zusammen rollen und einfach mal nur Baby sind .

Und wer hat’s erfunden ..?

Hygge kennt inzwischen jeder . Das dänische Synonym für Behaglichkeit, ein gemütliches Nest .

Der neueste Shit in town nennt sich:niksen. Schon mal gehört ?

Das bedeutet Nichtstun . In die Luft starren , Füße baumeln lassen , Luftschlösser bauen . Und das entspannt . Und verhindert Krankheiten . Aha .

Und wer hat’s erfunden ? Die Niederländer !

Und wo sind wir gerade ? Bei den Niederländern. Was ein Stück Glück .

Nie mehr krank und in die Luft starren können wir gut .

Spaß ohne . Wir lernen gerade wieder mal Nichtstun. Selbst im Mo findet sich immer was zu tun . Abspülen , Müll weg. Wäsche waschen ,Bett machen .

Und mal ganz im Ernst ? Wen interessiert das schon ?

So lange wir glücklich sind , unser Baby strahlt und die Kakerlaken nicht Samba tanzen , ist alles gut .

Also , öfter mal den Stock aus dem Arsch nehmen , sich hinsetzen und auf den Berg Wäsche starren . Sinnieren . Nichtstun. Mattscheibe . Fertig .

Das ist was wir heute zu sagen hatten . Und jetzt müssen wir uns ausruhen . Niksen.

Das Urvertrauen und das Meer

Was war zuerst , das Huhn oder das Ei ? Oder: das Urvertrauen oder das Meer ?

Beides ist irgendwie elementar fürs Leben . Und man kann trotzdem auch ohne beides Leben.

In unserer heutigen Welt .

Muss man aber nicht .

Hier sind es heute über 40 Grad . Familie Müller glüht . Ausnahmslos alle.

Was bleibt ? Ab ans Meer . Flut hin oder her .

Der kleine Mann braucht auch eine Abkühlung . dringend .

Wir packen ihn in seine Badesachen , setzen ihn in seinen gelben Schwimmring und … lassen ihn los . Und er ?

Strampelt mit den Beinen , dreht sich , lässt sich treiben und schaut sich um. Von Angst keine Spur.

Klar , er kennt Wasser . Er war mit uns schon im Freibad und im Whirlpool. Wir hätten aber doch gedacht , dass das Salzwasser und die Wellen etwas anderes sind .

Sind sie vielleicht auch . Aber : Eddie hat Urvertrauen. Er weiß , dass Mama und Papa nichts Böses mit ihm anstellen , wir ihn keiner Gefahr aussetzen und er fühlt sich in Sicherheit . Im großen Meer . Ohne uns an der Hand .

Wir sind stolz wie Bolle . Auf Eddie. Und auch ein bischen auf uns. Wohl doch schon was richtig gemacht mit ihm .

Und er macht was mit uns. Lehrt uns wieder zu vertrauen . Auch mal los zu lassen . Es wird schon alles gut werden und das Leben meint es gut mit uns .

Namaste!

Und darauf erstmal ein Schluck Grolsch und ein Sprung ins Meer . Demnächst . Es ist nämlich bald wieder Flut .

Crossing borders…

…Oder : Zeit mal wieder die eigenen Grenzen zu überschreiten .

Viele Landesgrenzen haben wir in den letzten Tagen überschritten. Deutschland, Holland , Belgien , hin und her . Gefunden haben wir … uns !Die ungeschönte Wahrheit : unsere hässliche Seite .

Herr Müller und Mimi gefangen in Leben No 1. Vor der Metamorphose.

Vor unseren Krankheiten und der Erkenntnis , dass das Leben nur so gut sein kann , wie man es zulässt .

Wir kotzen uns zu.

Holland ist voll von Holländern . Und wir dachten , die wären alle in Italien. Jeder noch so kleine Campingplatz ist voll . Oder wie der Holländern auf sein Täfelchen schreibt :VOL.

Die Temperatur im Mo ist: HOT.

Die Stimmung ist : BURN motherfu*** burn.

Wir wollen campen am Meer . Direkt . Keine Animation. Wenig Plätze .

Sandstrand , aber keine Gezeiten .

Keine Touristen, aber Gastronomie.

Wir bekommen: unendlich viele böse Worte untereinander .

Und Stellplätze auf einem wundervoll großzügigen Naturcampingplatz und auf einem Bauernhof mit Schafen. Direkt am Meer. Ohne richtigen Strand und mit Gezeiten .

Einen Stuhl im Schatten . Ein zufriedenes Baby im Gras .

Unser Lächeln wieder . Unsere Erinnerungen an Leben No 2.

was wichtig ist im Leben .

Seine eigenen Grenzen zu überschreiten. Dem anderen die Hand zu reichen. Sich erfreuen an dem was der Tag einem schenkt .

Die Gezeiten annehmen . Nach jeder Ebbe kommt die Flut .

Und deshalb gehen wir nachher mal ganz gemütlich eine Runde schwimmen . Im Meer .

Und warum : weil wir es können !