Kurz gesagt :
Habt schöne und besinnliche Weihnachten. Genießt die Ruhe und die Zeit mit euren liebsten.



Kurz gesagt :
Habt schöne und besinnliche Weihnachten. Genießt die Ruhe und die Zeit mit euren liebsten.



Gewonnen!!!! Herr Müller hat den Wettbewerb gewonnen. Gesucht wurde das Motto für den Welt-MS-Tag 2023 am 30.05. In der letzten Ausgabe der DSMG Zeitung „aktiv“ wurden Ideen dafür gesucht.
geMeinSam
Herr Müllers Idee zum Thema „Connections“ wurde gewählt.
Das macht uns etwas stolz und ein Artikel über unsere Geschichte wird auch im Magazin veröffentlicht. Wir sind gespannt, wie das Bild dazu aussehen wird.
Ansonsten sind wir heute mit Arztbesuchen für dieses Jahr durch. Die nächsten Termine stehen erst wieder in der ersten Woche an. Mal zwei Wochen durchatmen.
Die einen machen eine Woche Urlaub von der Arbeit , wir machen Urlaub von Arztbesuchen .
Soviel zum Thema : ich hätte es gern so gut wie ihr .
Aber in der Tat : wir haben es trotzdem gut . Weil wir es uns gut machen .
Wir leben in unserem Tempo und haben uns gemütlich und vor allem geMeinSam auf Weihnachten vorbereitet .
In Ruhe geschmückt , gebacken , Geschenke besorgt . Entschleunigt .
Ein Wichtel ist bei uns eingezogen , Glühweinduft und gutes Essen.
Weihnachten , wir sind bereit !
Und jetzt auf in den Endspurt ..!
Natürlich langsam , gemütlich und besinnlich 💫







Es könnt alles so einfach sein , isses aber nicht !
Waren wir doch voller positiver Änertschie und wollten einfach mal strahlen und funkeln , kommt der nächste Virus daher .. Eddie krank , Mama krank . Viele medis, viel liegen , viel ätzende Laune . Muss das jetzt schon wieder , hört das denn nie auf .. ?!?!
Nöööhöööö . Nennt sich wohl leben . Mal besser , mal schlechter .
Wir eiern hier rum mit uns und unserer Gesundheit und draußen ist es mehr dunkel als hell .
Wir schmeißen alle Weihnachtslichter / Kerzen an um uns etwas gemütlich und beseelt zu fühlen . Backen Plätzchen mit Schal und Kräutertee und schmücken den Baum mit Hustensaft im Bauch .
Um irgendwie doch zu unserem Weihnachtsfrieden und Glückseligkeit zu kommen.
Klappt ganz gut , nur wenn man raus schaut ist es ätzend . Und dann ???
Fassen wir endlich einen Entschluss und buchen wieder Sonne ! Yeah !! Ende Januar sagen wir tschüss zum Winterblues .
Einfach so . Spontan . Mit einem breiten Grinsen .
Und jetzt schon Sonne im Bauch .
Überteuert unüberlegt und unvernünftig .
Sagen die einen .
Die anderen sagen : tut alles was euch gut tut . Genießt jeden Tag . Lebe im hier und jetzt . Nicht morgen , nicht nächstes Jahr , nicht irgendwann . Das letzte Hemd hat keine Taschen . Du hast nur das eine Leben.
Sucht euch was aus ! Aber macht bitte einfach das , was euch gut tut . Euch glücklich macht . Euch gesund macht .
LEBT ! ❤️








Zeit um runter zu kommen . Langsam das Jahr abschließen.
So viel ist geschehen in letzter Zeit . Viel Sorgen, viel Krankheiten haben uns in Deutschland erwartet .
Und jetzt ? Jetzt löst sich der Knoten so langsam .
Operationen wurden überstanden , Klinikaufenthalte hinter uns gelassen , schlechte Diagnosen haben sich nicht bestätigt und das jährliche mrt war auch den Umständen entsprechend sehr gut .
Wundervolle Ereignisse sind geschehen .
Eins möchten wir teilen :
Nach Mimis Mrt waren wir auf einer Comedy Veranstaltung von Nicole Jäger .
Wir hatten sie vor ein paar Jahren persönlich getroffen nach einer ihren ersten Shows und sind in Kontakt geblieben .
Gerne hätten wir sie auch nach dieser Show getroffen , aber im Vorfeld sagte sie uns schon , dass es aufgrund von Corona Bestimmungen im Show Business nicht möglich ist . Große Enttäuschung.
Und dann ? Eine grandiose Vorstellung . Es wurde gelacht , mitgelitten , geweint und wieder gelacht . Und wenn du denkst , es geht nicht besser , passiert etwas magisches .
Nicole Jäger bedankt sich beim Publikum und erzählt weshalb sie so gerne auf die Bühne geht . Wegen des Beifalls und wegen der Menschen . Und eine davon ist Mimi .
Sie erzählt , wie wir uns kennengelernt haben bei einer ihrer ersten Shows.
Wie wir auf sie gewartet haben und Mimi ihr erzählte, dass sie all ihre Bücher gelesen hat im Krankenhaus während sie mit den Folgen ihrer Hirntumor Operation kämpfte . Und dass sie unbedingt einmal Nicole treffen wollte .
Nicole erzählte , dass sie den ganzen Heimweg nach der Show geweint hat .
Und plötzlich sagt sie : und heute ist Mimi hier im Publikum . Ich weiß , wo sie sitzt , sie muss nicht aufstehen. Gestern hatte Mimi ihre jährliche mrt Kontrolle und es ist nichts nachgewachsen. Weil sie alles gibt , nur nicht auf .und dieser Applaus ist für Mimi .
Wir sind einfach baff, gerührt. Sitzen da unten inmitten des Publikums, alle applaudieren und wir : heulen wie die Schlosshunde .
Die Anspannung der letzten Tage und Wochen lässt nach , löst sich . Trauer , Angst , Glück , Dankbarkeit für diesen Moment , das Leben.
Wir gehen aus der Veranstaltung, leise , hängen den Gefühlen nach . Sind platt von den Emotionen.
Und dann : schöpfen wir neue Kraft und Mut.
Versöhnen uns mit dem Jahr . Das uns so viel abverlangt hat. Uns an unsere Grenzen gebracht hat, körperlich und seelisch .
Aber es wird nun abgehakt . Neues Spiel, neues Glück.
Wir wollen die letzten Wochen des Jahres runter kommen , uns dem weihnachtswunder hingeben. Schöne Stunden und Momente genießen , mit uns , unsren Familien und Freunden .
Backen , schmücken , glitzern und funkeln . Ruhe und Stille einkehren lassen . Gesunden , Wunden lecken , Kraft tanken .
Sonstige Pläne ? Keine Ahnung .
Time to Rest 🙏❤️
Unser Rat für euch : kein Stress . Es wird , wie es wird . Ist halt bald Weihnachten 🙂





Herr Müller ist wieder zuhause. Mit viel Liebe, offenen Armen, seinem Lieblingsessen und Äpfelmuffins aus dem eigenen Garten empfangen worden. Eddie freut sich auch, er ist total wild und überdreht.
Herr Müller ist wieder angekommen. Trotz viel Action den ganzen Tag, viel Lärm und ein paar lauten Worte. Wenig Zeit um sich auszuruhen.
Er hat noch eine Schiene zwischen Niere und Blase, die etwas schmerzt. Jetzt heißt es warten auf den Befund. Was ist es? Was haben sie rausgefunden? Ist es ein Tumor?
Das gedankenkarussel dreht sich. Wenn man es auch noch so verdrängen will, es ist da. Tagsüber, nachts, immer. Wie bei den jährlichen Kontroll-MRT‘s vom Mimi und Herr Müller.
Es ist nicht immer alles Urlaub, feiern, Bierchen trinken, wie es vielleicht rüber kommt. Es ist ein täglicher Kampf aufs Neue. Den Tag zu überstehen, zu leben, glücklich zu sein. Zu schauen, dass es Eddie gut geht, dass er glücklich ist. Das ist das allerwichtigste. Sich auch mal lösen von : das muss, das müssen wir…
Leben und glücklich sein. So gut es eben geht, den Moment genießen.




Es ist soweit, Oktober, zuhause. Die schon dreimal verschobene Operation von Herr Müller steht an.
Irgendwas ist im Harnleiter, was da nicht hingehört und lässt die Niere nicht richtig arbeiten. Was es ist, kann man natürlich erst sehen, nachdem es entfernt und eingeschickt wird.
Ein kleiner Eingriff über die Harnröhre unter Vollnarkose.
„Klein“? – oder vielleicht doch nicht so klein. Es beschäftigt Herr Müller scheinbar mehr, als er denkt. Was ist da los? Was ist da drin? Was ist mit der Niere?
Bei dem letzten Krankenhaus Aufenthalt im Juni (akuter Blinddarm) war ein junger Mann mit Herr Müller auf dem Zimmer. Er hat eine Niere vor Jahren gespendet bekommen, die sein Körper jetzt abgestoßen hat. Also Niere entfernt, Dialyse, künstlicher Ausgang. Wow, das beschäftigt Herr Müller. Mehr als er es zulassen will. Immer. Tagsüber: leicht genervt von allem, leicht reizbar, sehr kurze Zündschnur. Nachts: wenig Schlaf, viel Kopfkino. Dialyse? künstlicher Ausgang? Tumor?
Seine positive Unbekümmertheit und Leichtigkeit ist auf Eis gelegt. Er redet wenig und lebt in seiner Blase.
Nach einem „vorstationärem“ Tag in der Klinik heißt es am übernächsten Tag einrücken. Um 6.15 h da sein. Um 10.00 h war die OP vorbei und Herr Müller wieder wach. Alles gut gegangen, die Engstelle beseitigt und 3 Proben entnommen und eingeschickt. Einzig ein Katheter, der aber natürlich wieder weg kommt.
Erleichtert. Die Niere wird sich wieder erholen und ein Tumor wird es schon nicht sein.
Also 2 Tage Ruhe im Krankenhaus genießen und dann wieder nach Hause. Er hat sich viel vorgenommen. Artikel schreiben, lesen, nach Autos schauen, Geschenke ordern.
Aber er ist leer. Es geht gar nichts. Weder tagsüber, noch nachts. Er kann zwar nicht schlafen, aber an etwas produktives ist auch nicht zu denken. Sogar statt Sudoku am großen Bildschirm wird nur irgendein Bullshit Spiel gespielt.
So ist es eben. Annehmen. Jede Medaille hat eben zwei Seiten.

Jetzt sind wir schon über eine Woche zurück .
Wäsche wurde gewaschen , Bus ausgeräumt, Bude auf Vordermann gebracht .
Nächster Check -in ins Krankenhaus für Herrn Müller steht bevor .
Nervosität macht sich breit . Ist es gut oder doch schlimmer , wird die op gut laufen .
Aber noch was anderes bereitet Mimi Kopfschmerzen. Klassentreffen steht an . Nach 25 Jahren . Soll sie hin ? Die Leute haben sie gesund in Erinnerung . Und wild . Und eventuell sogar etwas bösartig . Keine Party ohne Mimi . Und nun ? Als krebsi dort aufschlagen ?
Viele unausgesprochene Dinge . Angst .
Aber haben wir uns nicht alle verändert in den Jahren ? Hat das Alter und das Leben nicht jedem von uns was mitgegeben in all der Zeit ?
Spontan fährt sie hin . Überwindet sich .
Und dann ? Passiert großartiges . Vieles hat sich verändert, manches nicht .
Alte Freundschaften sind geblieben , neue Gespräche wurden geführt . Witziges , tiefgründiges , sensibles .
Und am Ende wollen alle doch nur irgendwie glücklich sein .
Hören wir auf uns im Vorfeld Dinge auszumalen . Weder gut noch schlecht .
Laufen lassen , sich auch mal überwinden , keine Scheu vor Schwäche haben .
Wird es gut : Jackpot.
Wird es schlecht : neue Erfahrung .
Am Ende wissen wir doch alle nicht wie es läuft .
Und das schönste was von dem Abend im Gedächtnis bleibt : es ist vielleicht typisch deutsch , aber an diesem Abend wurde nicht nach Beruf , Haus oder Boot gefragt .
Einfach sein . Wie man halt so ist .
Schöne Erfahrung ❤️




Und die Herren des Hauses hatten übrigens auch einen schönen Tag !

Auch wir sind jetzt mal wieder aufgebrochen Richtung Heimat .
Nach etlichen Verlängerungen, weil es halt doch so schön war und einfach dort zu bleiben , haben wir unsere drei Sachen zusammengepackt und sind los .
War eine riesengroße emotionale Sache .
Der halbe Campingplatz hat sich verabschiedet und gewunken als wir raus fuhren .
Wir haben vor Rührung in unsrem Mo geweint .
DANKE.
Und weiter ab zum Lago Maggiore.
Riesen Etappe für uns alle .
Aber gemeistert . Acht Stunden im Bus , im Regen ankommen und dennoch glücklich .
Und zufrieden . Das beste Abendessen seit langem . Ein glückliches Kind . Einen kuschligen Schlafsack.
Sich wohl fühlen und angenommen auf unseren kleinen Lieblings Campingplatz.
Scheiss aufs Wetter .
Die Route über den Lago war eigentlich geographisch gesehen ein Quatsch .
Aber for uns zählt nicht die schnellste Tour , sondern die einfachste .
Wir sind seit unseren Krankheiten gewohnheitstiere.
Neue Dinge sind schwierig , kosten im Vorfeld schon nerven und bringen schlaflos Nächte .
Also lieber ein paar Kilometer mehr , aber mehr Löffel ( siehe löffeltheorie ) zur Verfügung.
Unser Leben , unser Tempo .
Eine neu hinzugewonnene Freundin hat uns geschrieben, dass sie seit sie uns und unseren Blog kennengelernt hat , ihr Leben überdacht hat und neu ordnet. Versuchen möchte ihre Krankheiten bzw Defizite anzunehmen .
Das rührt und uns und macht uns glücklich .
Wenn nur einer von euch da draußen irgendwas mit unseren geistigen Ergüssen , Aussagen , Geschreibe anfangen kann , hat es sich schon gelohnt .
Leute , lebt euer Leben , akzeptiert euch und schert euch nicht um Meinungen anderer !
Eine aus unserer gemütlichen Runde vor dem Mo meinte : man muss ab und zu mit dem Besen durch gehen . Durch seine vermeintlichen Freunde oder bekannten . Mal wieder aufräumen, säubern .
Recht hat sie .
In diesem Sinn :
Schnappt euch euren Besen und macht sauber in eurem Leben ! Alles raus was nicht gut tut .
Und jetzt gibt’s noch paar Fotos für euch !













Auch hier geht’s auf und ab .
Hitze und Sonne wechseln sich mit Windböen ab.
Und Wind ist hier Sturm . Alles fliegt weg . Stühle , Teppiche , Gläser und auch so manche Gedanken .
Manche werden erstmal richtig wild durcheinander gewirbelt im Kopf . Oder alte Gedanken und Ängste kommen wieder .
Oder es wird Platz geschaffen für neues Gedankengut .
Beeinflussen kann man es nicht . Weder das Wetter , noch das Karussell im Kopf .
Kennt ihr den Film : chocolate ? Ein wunderschöner französcher Film in dem es um den listigen Nordwind geht .
Er macht die Menschen verwirrt , ruhelos .
Auch wir überdenken unsere Reisepläne .
Vielleicht gibt uns die Natur ein Zeichen . Ein Zeichen , dass es nun genug ist .
In den Wipfeln der Bäume rauschte es und eine Stimme sagte : nun ist es genug .
Eine Geschichte , die Mimis Mutter immer erzählte als sie noch ein Kind war .
Wir warten ab .
Auf die Ruhe nach dem Sturm . Die Entscheidungen kommen .
Das Karussell im Kopf wird sich beruhigen . Ebenso das Meer .
Haltet auch ihr gut durch im Herbst daheim . Einer Zeit des Wandels . Auch hier wieder gilt : annehmen .
Habt’s fein ❤️






So ein Campingplatz ist eine riesige Mischung aus Menschen . Hier sind die Glamper mit Wohnmobilen zum Preis einer Eigentumswohnung. Manche kommen nur mit dem pkw und einem zelt . Andere haben alte Vans , andere neue .
Man weiß erstmal nichts voneinander .
Am Aufbau des Zelts oder parken des Mobils erkennt man den Anfänger oder Neuling .
Irgendwann kommt man ins Gespräch .
Und oft ist alles anders als es scheint .
Der vermeintliche Grosskotz entpuppt sich als hilfsbereiter bescheidener Mensch .
Die vermeintlich starken jungen Sportler kämpfen in Wirklichkeit jeden Tag gegen die fatigue der Ms.
Oder Dämonen der Vergangenheit und Herzrhythmusstörungen. Und dabei lächeln sie und sind voller Herzlichkeit.
Erstaunlich wie groß die Dichte der erkrankten an multipler Sklerose um die 30 ist . Wir treffen hier gleich zwei davon .
Irgendwie landen sie alle an unserem klapprigen Holztisch vor dem Bus .
Der ewig witzelnde Nachbar hat eine Leidensgeschichte mit der Familie hinter sich .
Ein vitaler 60er einen Herzinfarkt mit vierzig .
Die holländische älterer Damen pflegt ihren Schwerstbehinderten vierzig Jahre alten Sohn.
Und dennoch herrscht hier immer gute Stimmung.
Man tauscht sich aus beim Bier , starrt aufs Meer , ist berührt , dann wieder glücklich .
Alles fügt sich . Die Geschichten wollen erzählt werden .
Ob mit der dicken Rolex Uhr am Arm oder dem second hand Tshirt.
In deutsch , englisch , holländisch oder französisch.
Hier wird nicht nach deinem Beruf gefragt .
Du bist hier und das zählt .
Wir wollten nie zu einer stilisierten Gruppe gehören .
Und doch sind wir hier Teil einer Gemeinschaft geworden . Die September Mafia nennen wir uns untereinander . Die , die immer wiederkommen. Ohne Verabredung .
Es ist gut wie es ist .
Wir lauschen weiter den Erzählungen, geben unsere weiter und sind …. Einfach wir .
Und das sollte man eigentlich überall sein . Einfach SEIN.
Ohne Maske . Ohne Beruf . Ohne bewerten oder messen .
Denn dann ist man genug . Für sich und andere .


