Es weihnachtet..!

Liebe Freunde , still ist es hier geworden .Aber ab und an schaut ja doch noch der ein oder andere hier vorbei . Und deshalb wollen wir es nicht versäumen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest, tolle Geschenke , friedliche Tage mit guten Gesprächen und leckerem Essen zu wünschen !

Mo ist in seinem Winterquartier und wir sind fleißig am Nest bauen, widmen uns neuen Herausforderungen.

Alles Liebe und herzliche Grüße von uns bis zum nächsten Update 🙂

Herbstblues …oder eben nicht !

Eigentlich ist Herbst . Die Tiere richten sich ein Winterquartier, die Menschen bauen sich ein Nest . So auch wir. Alles ist ruhiger und friedlicher . Aber halt : es ist viel wärmer ! Es ist ein goldener Herbst , ein besonderes Geschenk , mit viel Sonne und Wärme . Vor lauter quiseln und wuseln und her richten , winterfest machen etc vergisst man ganz , das zu genießen . Nochmal inne zu halten , das Gesicht in die Sonne zu halten und einfach mal zu sagen : Danke !

Danke für die Wärme auf der Haut , der Sonne im Gesicht , vielleicht für eine schöne Begegnung, ein Lächeln , weniger Schmerzen , mehr Mut oder einfach für ein gutes Essen !

Woher diese besinnlichen Gedanken? Auch wir haben uns verhaspelt, schaffe , schaffe , Häusle bauen .. und dann eines schönen Nachmittags, sehen wir Mo mal wieder RICHTIG an. Wie er da steht und geduldig auf uns wartet .

Eigentlich sind wir schon wieder im quiselmodus, beschäftigt , wir haben doch keine Zeit . Aber dann geschieht es : wir sehen uns an , lassen alles stehen und liegen und steigen ein . Mo schüttelt sich und schnurrt . Er ist bereit . Wir fahren los ohne Ziel. Scheiben offen Wind um die Nasen, alter, vertrauter Geruch, lauter Dieselmotor.

Und : FREIHEIT!

Wir sehen uns an , brauchen nichts zu sagen . Sind glücklich . Dankbar . Das Leben fühlt sich gut an , wir fühlen uns gut an , Mo fühlt sich gut an .

Wir fahren planlos , landen am Rhein, treffen andere Camper , plaudern zwanglos , schauen aufs Wasser . Der Kopf ist frei , das Herz weit .

Wir sind glücklich . Und ja : Mo ist eine unvernünftige Anschaffung gewesen , ja , er ist eine Spardose . Aber wir mögen ihn , er ist unser Freund, Seelentröster, unser erstes kleines Heim. Er bleibt .

Und wer entscheidet eigentlich , was vernünftig ist ?!?!

Dank u wel! *

Herr Müller ist unglaublich . Hat an drei Tagen seine Infusionen bekommen. Schläft eine Nacht drüber und verkündet: wir fahren heute nach Holland.

Mimi freut sich riesig , ist aber auch besorgt. Zur Not muss eben sie fahren . Trip ist ja mit dem „normalen“ Auto geplant .

Wir schaffen die Fahrt total easy , Hotel gefunden und eingecheckt . All good.

Die nächsten Tage verbringen wir mit ausschlafen (ja, auch Herr Müller schläft mal richtig ), fettigem Essen , wunderschönen kleinen Städten und gigantischem Meer, Wind und endlosen Stränden. Und freundlichen Menschen ! Überall !

Es ist unglaublich , aber wir kommen hier richtig zur Ruhe . Der Wind bläst unsere Hirne frei, wir tanken neue Kraft und freuen uns riesig auf alles was kommt !

Braucht man manchmal wirklich erst wieder einen Dämpfer um zur Besinnung zu kommen , wieder inne zu halten , das Leben zu schätzen und auf seinen Körper zu hören ?

Keine Ahnung . Aber eins wissen wir : Holland, wir kommen wieder !

Ach und die Auflösung der Überschrift: * DANKE!

A Little Break….i

….eigentlich wollten wir ja nochmal eine Woche nach Holland ans Meer. Zwar nicht mit MO, aber mit dem Schwarzen in ein Hotel. Nochmal eine Woche am Meer entspannen. Die MS von Herr Müller meldet sich mal wieder zum Vorschein. Die linke Hand und der rechte Fuß fängt an zu kribbeln. Der rechte Arm und die Hand wird schlimmer und tut immer mehr weh. Ist da vielleicht auch zu viel Kopfkino, oder sind da zu viele Baustellen offen? Naja, es wird vielleicht auch wieder besser, das wurde es ja meistens. Außerdem wollen wir doch nächste Woche in den Urlaub. Aber es wird nicht besser. Es hilft nichts, zum Doc, Blut abnehmen, Nervenströme messen. Ein Tag später auf den Anruf warten, ob eine ambulante Infusions-Therapie möglich ist, oder ob ein Krankenhausaufenthalt nötig ist. Um 18.30 kam dann auch der Anruf, dass man am nächsten Tag die ambulante Therapie starten könnte. Der Freitag vorm Wochenende. Herr Müller ist unsicher. Am Freitag früh ruft er beim Doc an und um 11.00 ist die erste von 3 Infusionen am tröpfeln. Ein Schub, der mit intravenösem Kortison behandelt wird, lässt uns das Wochenende erstmal zuhause bleiben. Nr. 2+3 folgt Samstag und Sonntag. Herr Müller ist froh, den Schritt gemacht zu haben. Es ist viel wichtiger, als die Woche Urlaub. Das zeigt uns wieder, dass wir mehr auf unseren Körper hören müssen. Mal sehen, wenn es gut läuft, fahren wir vielleicht die Woche nochmal zu unseren holländischen Freunden, die uns im Sommer ja schon viel Freude bereitet haben. Oder wir bleiben hier und erholen uns im schönen Ried.

Fernweh ?!?

Mo ist mittlerweile wieder gesunded und wir haben jede Menge Schlaf bekommen . Der Herbst zeigt sich so langsam und Mimi will ans Meer.

Was tun?

Wenn wir Mo ansehen bekommen wir Lust einzusteigen und los zu düsen. Gen Nord- oder Ostsee , egal .

Aber : wir sind echt happy gerade , endlich wieder ausgeruht und entspannt . Herr Müller will keine weiteren Nervenzusammenbrüche riskieren.

Also werden wir die nächste Reise ohne Mo antreten , komfortabel im Auto nach Holland brausen , uns den Wind um die Nase wehen lassen und Frühstück gemacht bekommen .

Tut uns auch mal gut .

Und vielleicht stellen wir uns Mo in den Garten und schlafen nach Lust und Laune mal drin ! Oder … wer weiß ?!?

Wer weiß wo das ist 🤗

Und die Moral von der Geschichte…

Ganz so wie auf dem Schild beschrieben war es jetzt nicht . Camping bedeutet nicht nur relaxen , sich an der Natur erfreuen und abends in sein gemütliches Häuschen kriechen .

Campen bedeutet auch VIELE fremde Menschen zu ertragen mit unterschiedlichen Gewohnheiten . Die lauschige Natur entpuppt sich oft als laute Massenveranstaltung und das ruhige lauschige Häuschen ist manchmal eine überhitzte kleine Höhle.

Und trotzdem : es war schön !! Es hat uns noch viel enger zusammengeschweißt , wir kamen an unsere Grenzen, standen x-mal kurz davor abzubrechen und Mo einfach stehen zu lassen und in unterschiedliche Himmelsrichtungen davon zu laufen. Haben wir aber nicht gemacht .

Weil wir wussten , es ist alles irgendwann und irgendwie wieder gut , wir schaffen das , morgen ist ein neuer Tag .

Und deshalb sagen wir jetzt mit dem Brustton der vollen Überzeugung :

Alles war richtig

Alles war gut

Alles hat uns bereichert

Und wir bereuen keine Sekunde

Auf die nächsten 4000 Kilometer!

Aber in unserem Tempo 😊

Heimweg…..

Erstmal die letzte Etappe. Vom Bodensee nach Crumstadt. Wenn Mo durchhält. Wasser nachgefüllt, er hält und er kühlt. Herr Müller ist begeistert und erleichtert. Eine kurze Rast kurz vor Heilbronn. Ein Burger-King Menü für uns und 5 Liter Wasser für Mo. Geschafft, um die 5 Stunden, aber zuhause. Irgendwie sind wir doch froh…

Erstmal ganz in Ruhe duschen, ausruhen und AUSSCHLAFEN… Und Mo kommt erstmal in die Box und wird wieder flott gemacht. Das hat er sich nach fast 4000 km ohne größere Mucken aber auch echt verdient. Wir sind richtig stolz auf ihn.

Good old Germany

….. wieder am Bodensee…

Auf dem Rückweg aus der Schweiz wollen wir noch einen Zwischenstopp am Bodensee machen. Diesmal auf einem Stellplatz auf der Reichenau. Kein Campingplatz. Der Stellplatz ist mitten auf der Insel, nichts weit und breit. Herr Müller gefällt es nicht. In Meersburg gibts einen Stellplatz auf einem Bauernhof, mit deftigem Essen. Klingt super, nach 6 Wochen ohne Fleisch. Ist aber ein Parkplatz und der Bauernhof öffnet erst um 17.00 h. Also weiter, Campingplatz in der Nähe vom Schloss Maurach, total schön. Hat noch Mittagspause und es warten ca. 10 Einheiten vor uns. Es ist ja auch Seenachtsfest und Ausnahmezustand am ganzen Bodensee. Der nächste Campingplatz hat noch einen Stellplatz frei. Nicht schön und nichts in der Nähe. Keine Gaststätte, gar nichts. Eine unfreundliche Person an der Rezeption: take it, Or leave it. Wir fahren. Da ist doch noch das Hotel in Meersburg, indem wir letztes Jahr immer ganz zufällig noch ein Zimmer bekommen haben. Ein Anruf, zufällig noch ein Zimmer frei. Wir nehmen es, kurze Fahrt dorthin, auf den Parkplatz, und schon werden wir vom überaus freundlichen Chef von Hof geboten. Komisch, letztes Jahr, als wir mit dem Porsche dort waren, war es kein Problem. Also wieder weiter. Die Stimmung ist am Nullpunkt. Mo’s Temperatur am Siedepunkt. Wir sammeln uns kurz auf einem Parkplatz und beschließen, es noch einmal auf einem Platz in Ludwigshafen (Bodensee) zu versuchen, und wenn das nichts ist, weg vom See in ein Hotel zu fahren. Am Platz angekommen, die Hölle los. Wir fragen nach einem Platz und bekommen einen. Alles egal. Wir nehmen ihn. Laufen in den Ort, Vespern in einem Biergarten, Wurstsalat und Wurstplatte, richtiges Bier. Ein Traum. Noch ein Eis, zurücklaufen, duschen und, welch Wunder ist um 22.30 h Nachtruhe, die sogar eingehalten wird. SCHLAFEN!!!!!

Hop Schwyz!

Der nächste Stopp ist in der Schweiz. Ein kleiner Platz direkt am Vierwaldstättersee. Auf der Hinfahrt war es dort schon wunderschön. Da mussten wir einfach bleiben. Stellplatz kann man sich auf einer Wiese aussuchen . Wir stehen 20m vom See , tipptopp.

Trotz aufkommendem Wind müssen wir wenigstens einmal in das türkisfarbene Wasser. Mimi findet es erfrischend , Herr Müller findet es saukalt . Danach heiß duschen und ab in den Mo. aber erst nachdem alles sturmfest gemacht ist .

Zum Glück haben wir was zu essen an Bord . Wir machen es uns mit Tomaten Mozzarella Schinken und Brötchen gemütlich während draußen die Welt untergeht . Klingt gut , war es auch 🙂

Luganer See, oder ist das eine holländische Kolonie?

Vom Comer See zum Luganer See. Da waren wir auch noch nicht. Ist nicht weit, nur über einen Berg. Aber mo hat ja einen neuen Keilriemen und schnurrt im 2. Gang die Serpentinen nach oben. Ein Riesen Platz in Porzella, aber Plätze am See. Wir kommen an und es ist noch einer frei. Wieder mal Riesen Glück. Auf dem Platz neben uns kam Jochen kurz vor uns an, mit einem unwesentlich größeren Mobil. Wir haben ihn gefragt, ob wir nicht in seine Garage fahren können, um schneller über die Steigungen zu kommen. Es ist schön hier, aber irgendwie haben 98% ein gelbes Nummernschild. Das Land muss leer sein. Was das Zillertal im Winter ist, ist das hier im Sommer. Jetzt ist auch klar, warum ganz Holland aus Hühnerfarmen besteht. Die mögen alle das Leben in Legebatterien. Zwei Nächte, zwei Gewitter mit allem drum und dran. Dass der Mo nicht weggeflogen ist, ist alles. Eine schöne Fahrt am See entlang zum nächsten stop….