Wir sollten uns wieder etwas mehr damit beschäftigen, wie es uns geht, was wir alles machen können. Was ist diese Corona-Krise? Eine Einschränkung. Man darf sich nicht mit mehreren anderen Menschen treffen, nicht feiern, essen gehen, zusammen sein. Aber wir können alles machen, stehen morgens auf und sind zumindest körperlich weitgehend gesund. Also können aufstehen, spazieren gehen und uns momentan an der Familienidylle im heimischen Raum erfreuen. Das gerät immer mal wieder in Vergessenheit. Herr Müller schaute am Sonntag morgen im Internet und fand zufällig den Wingsforlife Worldrun. Es ist ein Lauf, der zeitgleich auf der ganzen Welt stattfindet. Start ist um 13.00 Uhr. Da natürlich in dieser Situation kein Lauf stattfinden kann, gibt es eine App, mit der jeder an jedem Ort der Welt mitlaufen kann. Es gibt kein Ziel, aber ein Catcher-Car, das 30 Minuten nach dem Start losfährt und einen irgendwann einholt. Dann ist das Rennen beendet. Die startgebühr geht zu 100% an die Rückenmarksforschung. Herr Müller erinnert sich, dass er ja schon 2014 und 2015 bei diesem Lauf teilgenommen hat, damals noch in Darmstadt. Nach längerem hadern beschließt er, sich die App herunter zu laden und mitzulaufen. Also gut, um 13.00 h ist Start und er läuft los. Sein Ziel setzt er sich mit 10 km, die ist er schon seit 2015 nicht mehr gelaufen. Es läuft super, nach genau 15 km erreicht ihn das virtuelle Catcher-Car. Alle sind stolz und zufrieden, es hätte niemand damit gerechnet. Dass es damals immer um die 30 km waren ist total unwichtig. Es war die richtige Entscheidung. Lauf für die, die nicht laufen können. 77103 Menschen nahmen weltweit teil und über 2,8 Millionen Euro wurden dadurch gespendet.


